Konstituierende PGR-Sitzung am 3. Juli 2020

Die Mitglieder des PGR bei der konstituierenden Sitzung am 3. Juli 2020
Der neue Pfarrgemeinderat der Seelsorgeeinheit Grünsfeld-Wittighausen hat seine Arbeit aufgenommen. Die gewählten Vertreter trafen sich am Freitag, 3. Juli 2020 zur konstituierenden Sitzung in der Grünsfelder Stadthalle. Vorausgegangen war ein Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche St. Peter und Paul.

Die Seelsorgeeinheit Grünsfeld-Wittighausen verfügt über einen Pfarrgemeinderat, „in dem alle Gemeinden vertreten sind“, freute Pfarrer Oliver Störr sich. Das sei heutzutage nicht selbstverständlich. Als „tolle Sache“ bezeichnete er es, dass Menschen unterschiedlichen Alters und Prägung gemeinsam für die Gemeinden unterwegs sind. Die Mitglieder des Pfarrgemeinderates haben sich Störrs Angaben zufolge bereiterklärt, die Geschicke in den Gemeinden ehrenamtlich mitzulenken und dadurch auch ein Zeugnis zu geben vom eigenen Glauben. „Wir arbeiten mit am Reich Gottes, sind Wegbereiter und Empfangende zugleich, sind Schatzmeister Gottes und zugleich ein einmaliges Juwel in seinem Besitz.“

Die Pfarrgemeinderatswahlen hatten unter erschwerten Bedingungen stattgefunden. Wegen Corona konnte nur online oder per Briefwahl abgestimmt werden. In der Seelsorgeeinheit waren 3301 Personen wahlberechtigt. Es wurden 791 Stimmen abgegeben. Davon waren 784 Stimmen gültig. Online haben 675 Personen gewählt und 116 Personen haben durch Briefwahl gewählt. Die Wahlbeteiligung lag bei 23,96 Prozent.

Der neue Pfarrgemeinderat zählt 25 gewählte Mitglieder. Pfarrer Oliver Störr ist als Leiter der Seelsorgeeinheit automatisch stimmberechtigtes Mitglied des Pfarrgemeinderates, Schwester Annemarai Eberhard gehört dem Gremium als beratendes Mitglied an. Eigentlich wären 27 Sitze zu vergeben gewesen, aber nur 22 Kandidaten hatten sich zur Wahl gestellt. Die drei Vertreterinnen aus Vilchband wurden per Persönlichkeitswahl gefunden.

Anfang heißt auch Abschied. Pfarrer Störr dankte allen Frauen und Männern, die sich in den vergangenen Jahren im Pfarrgemeinderat engagiert haben und im neuen Gremium nicht mehr vertreten sind. „Wir waren fünf Jahre gemeinsam unterwegs und haben Situationen, die nicht einfach waren, gemeinsam durchgebissen“, erklärte Störr. Mit einem Präsent bedankte er sich bei Jürgen Metzler (Grünsfeldhausen), Barbara Kordmann und Martin Engert (beide Paimar), Albin Hehn (Krensheim), Ingrid Seubert (Oberwittighausen), Christiane Bächtle und Karin Konrad (beide Unterwittighausen), Helmut Landwehr und Ella Neckermann (beide Vilchband), Christine Faller und Doris Rupp (beide Kützbrunn) sowie Sibylla Ederer und Sibylle Becker (beide Zimmern).

Die konstituierende Sitzung diente vor allem dazu, einen neuen Vorstand zu bestimmen. Das Prozedere ging zügig und reibungslos über die Bühne. Einstimmig wählte die Versammlung Lioba Dertinger (Unterwittighausen) zur Vorsitzenden. Maria Kraft (Grünsfeld) ist ihre Stellvertreterin. Als Schriftführerin fungiert Katharina Martin (Oberwittighausen). In den Vorstand wurde zudem Walter Baunach (Poppenhausen) als Beisitzer aufgenommen.

Dem Stiftungsrat gehören neben Pfarrer Oliver Störr als Leiter der Seelsorgeeinheit zehn weitere Mitglieder an. Pro Stimmbezirk wurde ein Vertreter gewählt: Ludwig Oberst (Grünsfeld), Elvira Schäffer (Grünsfeldhausen), Hans Peter Hüttner (Krensheim),

Christian Düll (Kützbrunn), Marc Kuhn (Paimar), Dr. Karin Linhart (Zimmern), Rosemarie Lang-Schmitt (Oberwittighausen), Johanna Endres (Poppenhausen), Christine Ebert (Vilchband) und Hans Lurz (Unterwittighausen). Ihn wählte die Versammlung zum stellvertretenden Vorsitzenden des Stiftungsrates. Lioba Dertinger verzichtete auf ihr Recht, als Pfarrgemeinderatsvorsitzende kraft Amtes dem Gremium anzugehören. In den Dekanatsrat wurden Margarete Konrad und Maria Kraft entsandt.

Im Anschluss gab Pfarrer Störr einen Ausblick auf die anstehenden Aufgaben. In der nächsten Sitzung, die nach den Sommerferien stattfinden soll, gilt es, verschiedene Ausschüsse zu besetzen. Eine noch zu erarbeitende Pastoralkonzeption soll die künftigen Tätigkeitsfelder beschreiben. Wie es mit der schon lang geplanten Renovierung der Grünsfelder Stadtpfarrkirche St. Peter und Paul weitergeht, scheint ungewiss.

In personeller Hinsicht konnte Pfarrer Störr konkreter Angaben machen. Von Freiburg habe er die Zusage erhalten, dass die zweite Priesterstelle auf jeden Fall wieder besetzt werde. Nach dem Weggang von Pater Josef ist Pfarrer Störr momentan der einzige Pfarrer in der Seelsorgeeinheit. Schwester Annemarai zieht außerdem ins Pfarrhaus nach Zimmern. Das freiwerdende Pfarrhaus von Unterwittighausen kann dann von dem neuen Seelsorger bezogen werden.

Text/Bild: Dr. Ulrich Feuerstein

 
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Prävention in der Seelsorgeeinheit Grünsfeld-Wittighausen
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