Verstärkung im Pastoralteam

Seit dem 1. Oktober 2020 verstärkt Pater Shinto Kuriakose das Pastoralteam der Seelsorgeeinheit. Er zieht in das Pfarrhaus in Unterwittighausen ein und übt seinen priesterlichen Dienst in der gesamten Seelsorgeeinheit aus.

Wir sagen Pater Shinto ein herzliches Willkommen und wünschen ihm Gottes Segen für seinen Dienst bei uns!

 

Liebe Gemeinde,

ich bin neu hier. Deshalb möchte ich mich vorstellen. Mein Name ist Pater Shinto. Ich komme aus Indien, bin 35 Jahre alt und gehöre zum Orden der Karmeliten.

Bis zum Alter von 15 Jahren wohnte ich bei meinen Eltern zu Hause und habe das Abitur gemacht. Danach bin ich ins Priesterseminar gegangen. Dort habe ich Philosophie, Theologie und alles, was zum Priesterberuf gehört, studiert.

Im Jahr 2013 wurde ich zum Priester geweiht. Danach habe ich in einer Pfarrei als Kaplan gearbeitet. Dann habe ich ein Jahr in einem Exerzitienhaus als stellvertretender Leiter gearbeitet. Danach wurde ich für zwei Jahre nach Brasilien als Missionar entsandt.

Das war eine sehr intensive, abenteuerliche und fruchtbare Zeit für mich. 500 Taufen konnte ich vornehmen. Das war im Amazonasgebiet. Mit dem Boot habe ich 80 Gemeinden besucht und die heilige Messe gefeiert. Vielmals habe ich ohne Essen, ohne Wasser, ohne Dach über dem Kopf im Boot oder unter einem Baum übernachtet. Zweimal war ich in gefährlicher Situation, als das Boot gesunken ist. Einmal wurde ich von Räubern überfallen, die mir alles weggenommen haben. Trotzdem lebe ich noch; denn Gott hat mir geholfen.

Seit einem Jahr bin ich nun in Deutschland. In Freiburg habe ich die deutsche Sprache gelernt und die Prüfung bestanden. Das war auch manchmal ein Abenteuer, wenn auch auf andere Art, aber nicht weniger schwierig.

Vor einigen Wochen, während dieser Zeit, ist mein Vater plötzlich gestorben. Wegen der Corona-Pandemie konnte ich nicht zu meiner Familie fahren und nicht an der Beerdigung teilnehmen. Ich habe noch meine Mutter und sechs Geschwister.

Meine Hobbies sind: Spazierengehen, Musik hören, Joga machen, Fahrrad fahren, im Garten arbeiten und Basketball spielen. Ich spreche meine Muttersprache Malayalam, Englisch, Portugiesisch und ein bisschen Deutsch.

In Deutschland gefällt es mir sehr gut. Vor allem liebe ich die Pünktlichkeit, Ordnung, Arbeitsamkeit, die schöne Landschaft, Umweltfreundlichkeit usw. Meine deutsche Sprache möchte ich noch verbessern und bitte Sie, mir dabei zu helfen.

Ich freue mich, hier meinen priesterlichen Dienst leisten zu können. Ich bitte Sie um Ihr Gebet und ich bete auch gerne für Sie. 

 
Prävention
Prävention in der Seelsorgeeinheit Grünsfeld-Wittighausen
Meldungen der Erzdiözese
Radio Vatikan