Leider hat sich die Bausubstanz der Gebäude nach Betrachtung durch einen Gutachter als stark sanierungsbedürftig erwiesen. Eine teure Sanierung und Modernisierung des Gebäudekomplexes, um ein zukunftsfähiges Gemeindehaus zu schaffen, übersteigt jedoch die Mittel der Kirchengemeinde.
Einhergehend mit den Baukonzepten der Erzdiözese versucht die Seelsorgeeinheit daher, die Genehmigung für den Einbau eines
modernen Gemeindehauses in die bestehende Pfarrkirche St. Peter und Paul beim Erzbischöflichen Ordinariat Freiburg zu erhalten. Durch die Konzentration der sakralen und der anderen Räumlichkeiten an einem Ort, der Pfarrkirche, ergeben sich für die Zukunft fruchtbare Entwicklungsmöglichkeiten im Bereich der Katechese und dem pfarrgemeindlichen Leben – innerhalb der Pfarrei, der Seelsorgeeinheit und darüber hinaus.
Dies macht es erforderlich, die bestehenden Kostenstellen der Pfarrei auch im Gebäudebereich sinnvoll zu konzentrieren. In der Erstellung einer Gebäudekonzeption hat der Pfarrgemeinderat der Seelsorgeeinheit dies versucht. Diese sieht jedoch auch den Verkauf des Marienhauskomplexes vor.
Glücklicherweise hat sich bereits ein Kaufinteressent gefunden, der in den vorhandenen Gebäuden verschiedene Therapiepraxen ansiedeln möchte. Ein Verkauf ist nach aktuellem Stand der Dinge für Mitte März 2021 vorgesehen.
Natürlich bringt diese Entwicklung für das gesamte pfarrgemeindliche Leben in Grünsfeld Veränderungen mit sich, bis wir – hoffentlich – den geplanten Neubau der Gemeinderäume in der Pfarrkirche abschließen können. Vor allem die Gruppierungen, die das Marienhaus bis dahin genutzt haben, werden neue Wege gehen müssen.
Hier haben sich auch bereits einige Lösungen gefunden:
· So wird die gut funktionierende Pfarrbücherei Grünsfeld in die Geschäftsräumlichkeiten der ehemaligen Firma Elektro Konrad in die Abt-Wundert-Str. 14 umziehen.
· Der Kirchenchor, der im Mariensaal probte, kann nach Rücksprache mit Pfarrerin Breuninger im evangelischen Gemeindehaus
unterkommen.
· Das Altenwerk sowie die Frauengemeinschaft der Pfarrei können in den Räumen der politischen Gemeinde ihre Veranstaltungen
abhalten. Hier steht mit dem Familienzentrum, dem Rieneck-Saal und der Stadthalle ein großes Angebot an Räumlichkeiten zur
Verfügung.
Und wie geht es nun weiter im Bezug auf den Kirchenumbau?
Die Pfarrei und die Seelsorgeeinheit haben alle „Hausaufgaben“, die sie von Seiten des Ordinariates erhalten haben, erledigt. Das Erzbischöfliche Bauamt Heidelberg arbeitet bereits mit Hochdruck an der Erstellung von Plänen, die eine gute Kalkulation des Bauvorhabens ermöglichen. Sobald diese vorhanden sind, liegt die Entscheidung bzgl. des weiteren Vorgehens beim Erzbischöflichen Ordinariat.
Selbstverständlich halten wir Sie über die weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden!