Der Oktober gilt seit dem Mittelalter als Rosenkranz-Monat. Denn er ist – wie der Mai – der Gottesmutter Maria geweiht. Alle Gläubigen sind eingeladen, gerade in diesem Monat privat oder gemeinschaftlich den Rosenkranz zu beten.
Das machten auch die Kinder der dritten und vierten Klasse aus der Seelsorgeeinheit Grünsfeld-Wittighausen. In verschiedenen Pfarrkirchen kamen sie zur Andacht zusammen. Die war ganz anders als gewohnt. Kinderrosenkranzandacht

Schon im Vorfeld hatte sie sich mit den Kindern getroffen, um einen Rosenkranz zu knüpfen. Den brachten sie in die Kirche mit. Die Andacht gestalteten sie selbst mit Liedern und Texten. Dabei stellten sie Szenen des „freudenreichen Rosenkranzes“ nach: von der Verkündigung des Engels über die Geburt Jesu bis zu dem Tag, an dem Jesus im Tempel wiedergefunden worden ist.

Der „Heiligen Liga“ gab keiner eine Chance, denn die Mittelmeerflotte der Osmanen galt als unbesiegbar: Doch sie verloren. Diesen unerwarteten Sieg über die Türken schrieben die Christen dem Rosenkranzgebet zu. Denn Papst Pius V. soll es vor dem Kampf gebetet haben. Für den ersten Jahrestag ordnete er deshalb ein Rosenkranzfest zu Ehren der Gottesmutter Maria an. Im 18. Jahrhundert wurde das Fest auf die gesamte Kirche ausgedehnt. Bis heute ist es ein gebotener Gedenktag mit dem Titel „Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz“.
Das Wort Rosenkranz stammt vom lateinischen „rosarium“, das mit „Rosengarten“ übersetzt wird. Rosengewächse symbolisieren die Gottesmutter Maria. Später wird das Wort „rosarium“ auf die Gebetsschnur übertragen. Im 15. Jahrhundert wird es erstmals mit der deutschen Bedeutung „Rosenkranz“ verwendet. Der Name leitete sich von der Idee ab, dass die Gebete ein Kranz für Maria seien. Beim Beten wird das Leben Jesu aus dem Blick von Maria betrachtet.
Die Gebetsform des Rosenkranzes ist nicht erst seit der Schlacht von Lepanto bekannt. Schon im 12./13. Jahrhundert wurde so gebetet, doch damals nannte man den Rosenkranz noch Pater-Noster-Schnüre. Der heute übliche Rosenkranz hat sich erst im 15. Jahrhundert aus alten Mariengebeten entwickelt. Einer Legende nach soll der heilige Dominikus 1208 eine Marienerscheinung gehabt haben, bei der er die heutige Form des Rosenkranzes empfangen haben soll. Daraufhin soll er sie in seinem Orden eingeführt haben. 




